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Informationen

Wie werde ich Mitglied im ISB?

Der ISB ist ein internationaler Dachverband für Sportschützen und Schützenvereine.

Vereine können dem ISB gratis beitreten, wir haben keinen Verbandsbeitrag.
Für Vereine haben wir ein eigenes Beitrittsformular, wir ersuchen hier den Vorstand mit uns Kontakt aufzunehmen.
Firmen können ebenfalls dem ISB beitreten, hier ersuchen wir bei Interesse die Firmenleitung mit uns Kontakt aufzunehmen.
Alle Personen, gegen welche kein behördliches Waffenverbot verhängt wurde, können dem ISB als Mitglied beitreten.
Dazu braucht ihr nur unser Beitrittsformular von unserer Webseite herunterladen, direkt am Computer ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und uns zusenden.
Achtung: Direkt auf der HP funktionieren die Schreibfelder unseres Beitrittsformulares nicht, ihr müsst es zuerst auf eurer Festplatte abspeichern!

Wie bekomme ich eine Waffe?

In Österreich ist der Waffenbesitz gesetzlich geregelt, siehe Waffengesetz
Österreich hat eines der strengsten Waffengesetze der Welt.

Waffen sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen oder bei der Jagd oder beim Schießsport zur Abgabe von Schüssen verwendet zu werden.
Schusswaffen sind Waffen, mit denen Geschosse durch einen Lauf in eine bestimmte Richtung verschossen werden können.

Diese Waffen sind im Gesetz in 3 verschiedene Kategorien eingeteilt:

Kategorie A:
Verbotene Waffen und Kriegsmaterial wie zB Maschinengewehre oder Pump- Guns,  Schrotflinten mit einer Gesamtlänge von weniger als 90 cm oder mit einer Lauflänge von weniger als 45 cm, Schalldämpfer oder auch große Magazine (über 10 Schuss für Halbautomaten und über 20 Schuss für Pistolen):
Der Besitz ist grundsätzlich verboten, Sportschützen können im Einzelfall eine Ausnahmegenehmigung für den Besitz der großen Magazine erhalten.

Kategorie B:
Genehmigungspflichtige Waffen wie Revolver und Pistolen (Faustfeuerwaffen) und halbautomatische Gewehre:
Zum Besitz von Waffen der Kat B ist die Ausstellung einer WBK erforderlich.
Eine WBK berechtigt zum Besitz von 2 Waffen dieser Kategorie.
Eine WBK wird nur an verlässliche Personen ab 21 Jahren ausgestellt.
Verlässlich bedeutet ohne Vorstrafen, es muss ein psychologisches Gutachten vorgelegt werden und ein kleiner Kurs (Waffenführerschein) ist zu absolvieren.
Zusätzlich muss eine Rechtfertigung erbracht werden, wie zB die Mitgliedschaft in einem Sportschützenverein.

Kategorie C:
Meldepflichtige Waffen wie Jagdgewehre, Repetiergewehre oder Schrotflinten:
Diese Waffen können ab dem 18. Lebensjahr gekauft werden wenn ihr keine Vorstrafen habt, die Waffen sind im ZWR zu melden.
Der Besitz von Vollmantelpatronen für diese Waffen, wie sie zum Sportschießen verwendet werden, ist jedoch ohne WBK verboten.
Es empfiehlt sich daher, auch dann eine WBK zu beantragen, wenn ihr „nur“ einen Mauser K98 zum Scheibenschießen kaufen wollt.
Ihr könnt dann mit der WBK die billigen Vollmantelpatronen kaufen, ohne WBK dürft ihr nur die sehr teuren Jagdpatronen erwerben.

Wie kann ich meine WBK erweitern lassen?

Jede WBK in Österreich ist grundsätzlich auf zwei Stück Waffen der Kat B beschränkt.
Wenn ihr eine Erweiterung der Plätze auf eurer WBK beantragen wollt, müsst ihr gewisse Voraussetzungen erfüllen:
5 Jahre nach der Ausstellung der WBK können eure zwei Plätze auf 5 Plätze erweitert werden. Dafür ist keine besondere Rechtfertigung notwendig, es genügt die Berufung auf das Waffengesetz.
Jede weitere Erweiterung bzw eine schnellere Erweiterung eurer WBK- Plätze ist an Auflagen gebunden.
Sportschützen können ihre WBK bereits vor der 5-Jahresfrist erweitern lassen, sie dürfen auch mehr als insgesamt 5 Plätze auf ihrer WBK haben.
Allgemein gilt für Sportschützen:
Wenn euer Sportschützenverein bestätigt, dass ihr für die Ausübung des Schießsportes mehr Waffen benötigt, könnt ihr eure WBK auf 5 Plätze erweitern lassen, danach nach jeweils weiteren 5 Jahren immer um zwei weitere Plätze bis ihr insgesamt 10 Plätze habt. Danach ist Schluss mit den Erweiterungsmöglichkeiten.

Wenn ihr entsprechend viele Bewerbe mit unterschiedlichen Waffen geschossen habt, ist es auch möglich schneller als in den vorgesehenen 5 Jahren um weitere Plätze auf eurer WBK anzusuchen.
Dazu ist jedoch die Teilnahme an sehr vielen, auch internationalen Bewerben erforderlich.
Einige unserer Mitglieder haben es geschafft, ihre WBK innerhalb eines Jahres von 2 auf 5 Plätze erweitern zu lassen, und dann innerhalb eines weiteren Jahres insgesamt 10 Plätze auf ihrer WBK eingetragen zu haben.

Wie werde ich Sportschütze?

In Österreich war bis 2019 jede Person, welche ab und zu einen Schießplatz besucht hat und dort mit einer Waffe ein paar Löcher in eine Papierscheibe geschossen hat, Sportschütze.
Mehr war dafür nicht notwendig.
Mit dem WaffG 2019 wurde eine sehr strenge Regelung getroffen, welche Bedingungen von nun an zu erfüllen sind, wenn man weiterhin als Sportschütze gelten will.
Die Anerkennung als Sportschütze ist eine Möglichkeit um seine WBK erweitern zu können und die einzige Möglichkeit zum Erwerb der großen Magazine.
Der §11b des Waffengesetzes bestimmt folgendes, zur leichteren Verständlichkeit wurde der Gesetzestext auf das Wesentliche gekürzt: (Gesetzestext kursiv, Anmerkungen normal)

§ 11b Sportschützen
§ 11b(1) Die Ausübung des Schießsports als Sportschütze liegt vor, wenn der Betroffene in einem entsprechenden Sportschützenverein ordentliches Mitglied ist und der Verein bestätigt, dass er regelmäßig den Schießsport ausübt und regelmäßig an Schießwettbewerben teilnimmt.
    • Merke: Für diese Bestätigung muss der Schütze Absatz (3) erfüllten, es dürfen auch nur als Sportschützenverein anerkannte Vereine, siehe Absatz (2), diese Bestätigungen ausfüllen.

§ 11b(2) Ein Verein gilt als Sportschützenverein im Sinne des Absatz 1, wenn der Verein über mindestens 35 ordentliche Mitglieder verfügt und Mitglieder dieses Vereins regelmäßig, zumindest einmal jährlich, an nationalen, mindestens fünf Bundesländer übergreifenden, oder internationalen Schießwettbewerben teilnehmen.
    • 5 Bundesländer übergreifend bedeutet zumindest Staatsmeisterschaft, denn eine Landesmeisterschaft umfasst nur ein Bundesland.
    • Achtung: Hier ist nicht gemeint dass es reicht wenn Teilnehmer aus 5 verschiedenen Bundesländern mitschießen, es muss zumindest eine entsprechende Meisterschaft eines Verbandes in einer gewissen Schießsportdisziplin sein, welche für die jeweiligen Bundesländer ausgeschrieben ist. Meisterschaften werden normalerweise nur eine pro Disziplin pro Jahr ausgetragen.
    • Internationale Bewerbe sind von einem Verband in mehreren Mitgliedsländern ausgeschriebene Meisterschaften, zB Europa- oder Weltmeisterschaften. Die Teilnahme eines oder mehrerer Ausländer an einen Schießbewerb machen diesen Bewerb noch immer nicht international im Sinne des Gesetzes.
    • Achtung Teil 2: Es wurde im Gesetz nicht definiert, wie viele Mitglieder eines Vereines an den vorgeschriebenen Bewerben teilnehmen müssen, damit der Verein auch als Sportschützenverein zählt. Ein Mitglied, die Hälfte der Mitglieder, alle Mitglieder?
    • Um hier sicher zu gehen ist es empfehlenswert, dass jeder Sportschütze persönlich an entsprechenden Bewerben teilnimmt.
    • Merke: Wenn ihr Mitglied in einem Verein mit 500 Mitgliedern seid und ihr 50 Bewerbe pro Jahr schießt, dann seid ihr immer noch nicht Sportschütze, wenn euer Verein nicht die Bedingungen nach  Absatz (2) erfüllt, zB wenn nicht genügend Mitglieder des Vereines an den erforderlichen Bewerben mitschießen.

§ 11b(3) Ein Sportschütze übt den Schießsport regelmäßig aus, wenn er als Mitglied eines Sportschützenvereins seit mindestens zwölf Monaten durchschnittlich mindestens einmal im Monat den Schießsport ausübt.
Ein Sportschütze nimmt regelmäßig an Schießwettbewerben teil, wenn er in den letzten zwölf Monaten zumindest drei Mal an solchen teilgenommen hat.
    • Also jedes Monat im Jahr einmal schießen gehen und ins Schießbuch eintragen, denn 12 mal in einem Monat schießen reicht nicht, da der Zeitraum von 12 Monaten damit nicht erfüllt ist.
    • Wenn ihr in einem Monat mal nicht schießen gehen könnt, müssen trotzdem im Durchschnitt gerechnet 12 Schießplatzbesuche innerhalb eines Jahres (nicht Kalenderjahr, sondern der Zeitraum von 12 Monaten) durchgeführt werden.
    • Die 3 erforderlichen Bewerbe werden hier eingerechnet, also 3 Bewerbe im Jahr und 9 mal Training reichen.
    • Achtung: Um sicher zu gehen und um den Behörden keinen Interpretationsspielraum zu lassen, muss zumindest einer dieser 3 Bewerbe international sein, siehe Absatz(2).

§ 11b(4) Von der Ausübung des Schießsports mit einer Waffe der Kategorie A ist nur dann auszugehen, wenn ein in einem internationalen Sportschützenverband vertretener österreichischer Sportschützenverband bestätigt, dass eine solche Waffe zur Ausübung einer anerkannten Disziplin des Schießsports erforderlich ist.
    • Hier sind verbotene Waffen wie zB eine Pump- Gun oder große Magazine gemeint.
    • Ihr müsst also Sportschütze sein nach Absatz (1), (2) und (3) und zusätzlich an Bewerben mit verbotenen Waffen oder großen Magazinen teilgenommen haben um den Bedarf rechtfertigen zu können.
    • Das Skurrile: Ihr müsst zuerst mit Waffen oder Magazinen, welche ihr nicht besitzen dürft entsprechende Bewerbe schießen, um dann eine Sondergenehmigung zum Erwerb beantragen zu können.
    • Die Lösung: Auf behördlich genehmigten Schießplätzen gilt das Gesetz zum überlassen von Waffen nicht, hier können also Personen, welche verbotene Waffen besitzen diese an Personen ohne Besitzerlaubnis verleihen.
    • Achtung: Das gilt nur innerhalb von behördlich genehmigten Schießplätzen, auf allen „privaten“ Schießplätzen ist die Überlassung von Waffen ein Verstoß gegen das Gesetz!!!

Wie bekomme ich große Magazine?

Seit dem 14.12.2019 sind in Österreich Magazine für Halbautomaten welche mehr als 10 Patronen und für Pistolen, welche mehr als 20 Patronen fassen, verboten.
Diese Magazine sind laut Gesetz als Kategorie A (verbotene Waffen) eingestuft.

Um eine Ausnahmegenehmigung zum Kauf für große Magazine zu erhalten gibt es 2 Möglichkeiten:
Altbestand, also alle Magazine welche vor den 14.12.2019 gekauft wurden, muss die Behörde eintragen, hier hat der Besitzer einen Rechtsanspruch darauf.
Die Magazine waren bis dahin frei erwerbbar ab 18 Jahren, also haben damals viele Personen auch ohne WBK große Vorräte gekauft um sie jetzt schnell und unkompliziert eintragen lassen zu können. Ein Nachweis, woher die Magazine kommen muss nicht erbracht werden, ist laut Gesetz nicht gefordert.
Sobald ihr auf eurer WBK die Sondergenehmigung zum Erwerb großer Magazine eingetragen habt, könnt ihr ganz normal weitere große Magazine kaufen.
Diese Möglichkeit endet mit dem 13.12.2021, ab diesem Tag ist es nicht mehr möglich Altbestand zu melden und damit legal zu besitzen.

Die 2. Möglichkeit ist etwas aufwändiger:
    • Ihr müsst zuerst Sportschütze gemäß §11b Waffengesetz sein, also entsprechende Vereinsmitgliedschaft und mindestens 12 Schießplatzbesuche in den letzten 12 Monaten, und das muss auch dokumentiert sein (dafür hat der ISB ein Schießbuch für seine Mitglieder).
    • Dabei ist auch der Zeitraum vom einem Jahr (12 Monate) wichtig, denn wenn ihr in vier Monaten 12 mal schießen gehst zählt es auch nicht.
    • Von den 12 Schießplatzbesuchen sind mindestens 3 Wettkämpfe vorgeschrieben, einer davon international (Staatsmeisterschaft, Europameisterschaft), die anderen 9 mal reicht ein dokumentiertes Training.
Nachdem ihr die Bedingungen als Sportschütze erfüllt habt, müsst ihr noch mindestens an 2 Bewerben teilgenommen haben, bei welchen große Magazine zwingend erforderlich sind. Hier besteht die Möglichkeit von „Leihmagazinen“, die sind auf einem behördlich genehmigten Schießplatz erlaubt.

Achtung: Es zählen allerdings nur Bewerbe welche nach einer offiziellen Sportordnung eines internationalen Verbandes abgehalten werden und keine Spaß- oder Fantasiebewerbe wie sie manche Veranstalter anbieten!

Merke: Vereine können keine Bestätigungen für große Magazine ausstellen, im WaffG ist ausdrücklich vermerkt:
„Von der Ausübung des Schießsports mit einer Waffe der Kategorie A (verbotene Waffe oder große Magazine) ist nur dann auszugehen, wenn ein in einem internationalen Sportschützenverband vertretener österreichischer Sportschützenverband bestätigt, dass eine solche Waffe zur Ausübung einer anerkannten Disziplin des Schießsports erforderlich ist.“

Wir schaffen mit dem ISB die erforderlichen Grundlagen (internationale Bewerbe, Bewerbe mit großen Magazinen mit entsprechender Sportordnung, Vertretung in einem internationalen Sportschützenverband), und können nach Erfüllung aller Voraussetzungen auch die entsprechenden Bestätigungen ausstellen.

Diese Bestätigung wird an unsere Mitglieder nur dann ausgestellt wenn:
    • Alle in diesem Kapitel genannten Bedingungen erfüllt worden sind, es gibt keine „Gefälligkeitsbestätigungen“, hier wird auch genau kontrolliert ob alle Bedingungen erfüllt sind.
    • Das jeweilige Mitglied seit mindestens einem Jahr Mitglied im ISB ist. Nur so können wir sicherstellen dass alle Bedingungen erfüllt sind, und wir verhindern damit auch einen „WBK- Tourismus“.

Für die Bestätigung wird seitens des ISB eine Bearbeitungsgebühr von € 20,-- eingehoben (Abbuchung mittels SEPA- Lastschrift).

Welche Munition darf ich kaufen?

Der Besitz von militärischer Spezialmunition ist verboten, dazu zählen zB Patronen mit Hartkern- (Wolfram), Leuchtspur-, Treibspiegel- oder Brandgeschossen.

In Österreich ist der Kauf von Munition für Faustfeuerwaffen (Pistolen und Revolver) nur mit einer WBK erlaubt, es dürfen jedoch nur Patronen mit Vollmantel oder Teilmantelgeschossen erworben werden.

Sportschützen dürfen auch Hohlspitz- Patronen (Hollow- Point) für Faustfeuerwaffen erwerben, dafür ist der Schützenpass im Geschäft vorzulegen.
Hohlspitzpatronen haben eine höhere Präzession, da der Geschoßschwerpunkt weiter hinten liegt. Auch wird der Kugelfang des Schießplatzes geschont, da Hohlspitzgeschosse beim Aufprall leichter zerbrechen und damit am Kugelfang weniger Schaden anrichten.

Für Gewehrmunition gilt folgendes: Patronen für Büchsen und Schrotflinten sind auch ohne WBK zum Kauf erlaubt sobald ihr 18 Jahre alt seid.
Hier dürfen aber nur Jagdpatronen mit Zerlegegeschoss (Teilmantel, Hohlspitz, usw…) ohne WBK gekauft werden.
Für Vollmantelpatronen ist eine WBK notwendig, deshalb ist es auch empfehlenswert, dass ihr euch auch dann eine WBK besorgt, wenn ihr nur ein freies Repetiergewehr besitzen wollt. Vollmantelpatronen sind bei Gewehren um einiges günstiger als Jagdpatronen, hier zahlt sich bei gelegentlichen Schießplatzbesuchen wegen den Munitionspreisen eine WBK aus.


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